Coinbase Reports: The 2019 Leaders in Crypto Education

Coinbase ist im Rahmen seiner Rekrutierungsbemühungen kontinuierlich im Gespräch mit Studenten und Universitäten weltweit. Bei unserem zweiten jährlichen Coinbase-Bericht zum Hochschulbereich haben wir wieder in Partnerschaft mit Qriously Studenten direkt zu ihren Gedanken zu Krypto und zur Blockchain befragt und haben verfolgt, wie sich diese Meinungen in den letzten 12 Monaten geändert haben.
Der diesjährige Bericht enthält Erkenntnisse über das steigende Interesse der Studenten an Krypto und die zunehmende Anzahl von Kursen in einer Reihe von Studienrichtungen, die sich mit der Blockchain und Kryptowährungen bzw. Bitcoin beschäftigen. Dieses Interesse am Studium von Krypto an Fach- und Hochschulen sagt viel über die Zukunft des Geldes.
Wichtigste Erkenntnisse
56 Prozent der Top-50-Universitäten weltweit bieten mindestens einen Kurs zu Krypto oder Blockchains an – ein Anstieg von 42 Prozent im Vergleich zu 2018
Im Vergleich zu 2018 berichten doppelt so viele Studenten, dass sie einen Kurs zu Kryptowährung oder Blockchain belegt haben
Knapp 70 Prozent der Kryptowährungs- und Blockchain-Kurse werden an Instituten außerhalb des Informatikbereichs angeboten, einschließlich Recht, Gesellschaftswissenschaften und Wirtschaft
Die Coinbase-Studie beinhaltet eine Qriously-Umfrage von 735 US-Studenten ab 16 Jahren, einen umfassenden Überblick über die Kurse an 50 internationalen Universitäten, eine Analyse von Forschungszitaten und Angeboten außerhalb der regulären Lehrveranstaltungen sowie Interviews mit Professoren und Studenten.
Die Cornell-Universität führt die Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung 2019 an
With colleges and universities at the forefront of innovation, would it surprise you to know that the leading higher education institutions around the world are teaching more classes on the topic of cryptocurrency than ever before?
Im Studienjahr 2017 wollte der Bachelorstudent Joseph Ferrera mehr über Kryptowährung und die Blockchain erfahren, da die Nachrichten sich während der großen Bitcoin-Kurssteigerung nur darum drehten. Es gab zu diesem Zeitpunkt nur wenige Kurse zu diesem Thema, daher entschied er sich, gemeinsam mit einem Kommilitonen für interessierte Studenten einen Club genannt Cornell Blockchain zu gründen. Sie baten Emin Gün Sirer, einen Informatikprofessor und Co-Direktor der Initiative für Kryptowährungen & Kontrakte (IC3), sie dabei zu beraten.
Kurze Zeit später füllte der Club bereits locker einen Raum, in den maximal 120 Studenten passten. „Ich ging davon aus, dass ca. 80 bis 90 Prozent der Clubmitglieder Informatik-Nerds sein würden“, so Sirer. „Doch ich hatte mich gewaltig geirrt. Ich würden sagen, dass maximal 20 bis 30 Prozent aus der Informatik kamen und der Rest aus allen Bereichen der Universität.“
Im Gegensatz zu vielen anderen neuen Technologien – und etablierten Branchen – haben Kryptowährungen und die Blockchain schnell ihre Potenziale zur Transformation einer Vielzahl akademischer und beruflicher Felder gezeigt: Informatik, Recht, Wirtschaft, Finanzen, Sozialwissenschaften usw. Da Studenten aus einer steigenden Zahl von Studienrichtungen Interesse daran zeigen, mehr über das neu entstehende Feld zu erfahren, überlegen einige der Top-Universitäten weltweit, wie sie den wachsenden Bedarf decken können, um die Neugier über die Technologie befriedigen und ihren Absolventen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglichen zu können.
„Der interdisziplinäre Charakter des Blockchain-Bereichs unterscheidet ihn sehr von anderen traditionellen Bereichen“, merkt Dawn Song, Informatikprofessorin der University of California Berkeley an. Infolge dieser Entwicklung beschäftigen sich die Wissenschaftler an Universitäten weltweit mit der Ethik und regulatorischen Strukturen, die Ökonomen untersuchen das Potenzial einer Währung ohne Grenzen, die Informatiker bauen neue Anwendungen und die Sozialwissenschaftler erforschen die Gesamtauswirkungen auf die Gesellschaft.
All dies spiegelt sich im Cornell-Blockchain-Club wider. „Es gibt außerordentlich hohes Interesse an der Wirtschaftsfakultät, dem Institut für Hotelmanagement, der medizinischen Fakultät, ja sogar am landwirtschaftlichen Institut“, erzählt Ferrera, der in diesem Frühling selbst ein Absolvent des Instituts für Hotelmanagement an der Cornell University war und nun als Geschäftsführer von Ava Labs tätig ist. Ava Labs ist ein Start-up, das von Cornell-Professor Sirer gegründet wurde, um eine dezentralisierte, Blockchain-basierte Zahlungstechnologie aufzubauen. „Wir hatten viele Professoren, die sich an uns gewandt haben, um mehr darüber zu erfahren, wie die Blockchain funktioniert und zu sehen, ob sie auf ihr Gebiet angewandt werden kann. Es ist echt cool, Teil einer derart engagierten Community zu sein.“

Die sehr engagierten Studenten der Cornell University sind nur eines der Kriterien, dank denen die Universität an die führende Stelle auf der Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung 2019 gelangte, die dieses Jahr als Teil des zweiten jährlichen Coinbase-Berichts zum Hochschulbereich eingeführt wurde. (Lesen Sie den ersten Coinbase-Bericht zum Hochschulbereich hier.)

Im Rahmen unserer zweiten jährlichen Studie haben wir unsere Methodik erweitert, um eine umfassendere Auswahl bestimmender Faktoren zu analysieren. Um die aktuelle Situation in Bezug auf das Thema Kryptowährung im Hochschulbereich zu bewerten, hat Coinbase sich die Kursaufstellungen der Top-50-Universitäten weltweit (Ranking durchgeführt vom US News and World Report) angeschaut. Unsere Studie konzentrierte sich dabei auf Kurse, die 2019 sowohl Bachelor- als auch Masterstudenten angeboten wurden, für die Online-Informationen verfügbar waren.
56 Prozent der Top-Universitäten weltweit bieten dieses Jahr mindestens einen Kurs zu Kryptowährung oder zur Blockchain an, im Vergleich zu 42 Prozent im Jahr 2018
Informatikkurse sind das nach wie vor am häufigsten angebotene Format mit 32,2 Prozent. Doch die Finanz-, Wirtschafts- und Ökonomiekurse nehmen zusammen einen Anteil von 19,8 Prozent ein. Jurakurse fügen einen Anteil von 10,7 Prozent hinzu.

Doch die Kurse erzählen nur einen Teil der Story des Engagements einer Universität in diesem Bereich. Daher haben wir in diesem Jahr auch die Angebote außerhalb des Lehrplans untersucht, wie z. B. offizielle Forschungsinitiativen und von Studenten geführte Krypto-Clubs. Darüber hinaus haben wir mithilfe von Daten aus Google Scholar ebenfalls analysiert, wie oft in Forschungspapieren der 50 Einrichtungen die Blockchain erwähnt wurde. Durch Gewichtung dieser unterstützenden Faktoren (die Methodik ist unten genauer beschrieben) konnten wir unsere Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung für 2019 erstellen.

Wenn wir die Top-10-Universitäten auf der Liste zusammenfassen – in den USA gehören dazu das MIT, die New York University, Stanford, die University of California, Berkeley – dann sehen wir ein großes Engagement in Bezug auf Krypto und die Blockchain sowohl bei Studenten als auch bei Professoren. Cornell bietet 14 Kurse zu Kryptowährung bzw. Blockchains an (im Vergleich zu 9 im Jahr 2018) und ihre IC3-Gruppe bringt Forscher von führenden Universitäten der ganzen Welt zusammen.
Im letzten Jahr war Stanford führend, was die größte Anzahl von Kursen zu Kryptowährung und Blockchain anbetraf (10), gefolgt von Cornell (9) und der University of Pennsylvania (6). 2019 bietet Stanford 8 Kurse und die University of Pennsylvania 2 Kurse an.
Vier internationale Schulen gesellen sich zu den US-Bildungseinrichtungen in der Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung 2019, u. a. die École Polytechnique Federale in Lausanne in der Schweiz und die Universität von Kopenhagen in Dänemark. Die Studenten sehen die Fragmentierung im gesamten Finanzsystem zunehmend als globales Problem, das einer Lösung bedarf, Professor Sirer von Cornell merkt dazu an: „Dieser Generation erscheint der Gedanke, dass man nicht problemlos Dollar online um die Welt schicken kann, als absolut groteske Beschränkung.“


Unter den Studenten nährt das Misstrauen in das aktuelle Finanzsystem eine wachsende Neugier in Bezug auf Krypto, die sich über alle Disziplinen erstreckt. Laut einer von Coinbase beauftragten und von Qriously durchgeführten Umfrage unter 735 US-Schülern und Studenten ab 16 Jahren beschreiben zwei Drittel der Befragten das aktuelle Finanzsystem als „instabil“, „ineffizient“, „ungerecht“ oder „langsam“.
34 Prozent der befragten Schüler und Studenten haben ihr Interesse daran angedeutet, einen Kurs zu Krypto oder Blockchains zu belegen. Im Jahr 2018 waren es nur 28 Prozent. Doppelt so viele Schüler und Studenten wie 2018 erklärten, dass sie bereits einen Kurs zum Thema belegt haben (18 Prozent).

„Es ist ganz klar, dass einige der Studenten, die sich für dieses Thema interessieren, solche sind, die dem aktuellen Bankensystem misstrauen“, sagt Informatikprofessor Cesare Fracassi, der die Blockchain-Initiative der McCombs School of Business an der University of Texas in Austin (Nr. 13 auf der Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung 2019) leitet. „Sie wollen also ein alternatives System schaffen, wo der Entscheidungsfindungsprozess nicht zentralisiert ist. Das sind die Idealisten unter den Studenten. Andere sind etwas pragmatischer und daran interessiert festzustellen, wie diese Technologie dazu verwendet werden kann, die Leistung und Effizienz von Unternehmen zu verbessern.“

Und die Coinbase-Forschung zeigt ganz klar, dass die Studenten zunehmend daran interessiert sind festzustellen, wie Blockchains und Krypto allen Menschen weltweit Vorteile bringen können. Das Interesse, mehr über die Blockchain und „soziale Gerechtigkeit“ zu erfahren, stieg zwischen 2018 und 2019 von 13 Prozent auf 20 Prozent. Gleichzeitig sank das Interesse der Studenten, mehr über die „Sicherheit“ und „zukünftigen Anwendungen und Wachstum“ zu erfahren. Beide Themen nahmen im vergangenen Jahr ab, von jeweils von 37 Prozent auf 29 Prozent und von 31 Prozent auf 27 Prozent.

In den vergangenen Jahren hat die University of California, Berkeley einen beliebten Kurs mit dem Titel „Blockchain, Kryptoökonomie und die Zukunft von Technologie, Wirtschaft und Recht“ angeboten. Dieser Kurs wird von der Universität in Form einer Kollaboration dreier Institute angeboten: des Instituts für Ingenieurwesen, für Wirtschaft und für Recht. „Auf der technischen Seite ist Fachwissen zu Themen wie verteilte Systeme, Softwaresicherheit und natürlich Kryptographie erforderlich“, erklärt Dawn Song von der Universität Berkeley. „Doch, da es sich um eine sehr neue Technologie handelt, gibt es auch viele offene Fragen zu aufsichtsrechtlichen Aspekten. Und es besteht auch das Potenzial, dass sie zu neuen Geschäftsmodellen führen kann.“
An der National University of Singapore erfahren Studenten, die den Kurs „Finanzregulierung im digitalen Zeitalter“ belegen, Neues darüber, wie die technologischen Entwicklungen, einschließlich der Blockchain, den Finanzbereich verwandeln – und auch zu den aufsichtsrechtlichen Fragen, die geklärt werden müssen, um das Potenzial der neuen Technologie voll auszuschöpfen.
Jurastudenten der Universität Stanford, die den Kurs „Blockchain und Kryptowährungen: Recht, Ökonomie, Wirtschaft und Politik“ belegen, studieren die gesetzlichen und regulatorischen Strukturen „mit speziellem Fokus auf der Wertpapierregulierung“. Bachelorstudenten für Soziologie in Stanford untersuchen das Potenzial der Blockchain zur Schaffung eines gerechteren Wirtschaftssystems in einem Kurs mit dem Titel „Gerechtigkeit + Armut Innovation“. Die Studenten erfahren, „wie man aufkommende Technologien wie KI und Blockchain“ als Lösung für die Menschen nutzen kann, die sich mit Wohnraum-, medizinischen und Verschuldungsproblemen herumschlagen müssen.
„Unternehmertum ohne Grenzen“, ein Kurs an der Sloan School of Management am MIT, führt Studenten durch die Fragen neuer globaler Unternehmensgründung mit einem Fokus auf der Blockchain-Technologie. Und diesen Herbst bietet die Digital Currency Initiative (DCI) des MIT, die Teil des Media Lab ist, einen Kurs zur Blockchain-Ethik an, der eine Vielzahl von Wissenschaftlern, u. a. von der Harvard Law School, zusammenbringen wird.

Oceane Boulais ist eine MIT-Masterstudentin und wird als studentische Lehrassistentin den Blockchain-Ethik-Kurs in diesem Herbst mit unterrichten. Sie hat einen Ingenieurabschluss von der Florida Atlantic University und hat sich während eines von der DCI organisierten Sommer-Bootcamps in Krypto verliebt. Sie vergleicht die aufkommende Blockchain-Technologie mit den frühen Jahren des Internets. „Das Internet ist ein wunderbare Sache, doch es ist kompliziert“, so Boulais. „Hinterher ist man immer klüger, daher ist es wirklich wichtig, dass wir uns jetzt schon über die Zukunft Gedanken machen.“
Boulais ist der Ansicht, dass dies ein einmaliger Moment ist, in dem wir die nächste Welle unserer digitalen Zukunft ganz gezielt aufbauen können, da die digitale Währung und die sie umgebenden Systeme sich noch in der Entwicklung befinden. „Die DCI ist ein Ort, wo wir uns wirklich darüber Gedanken machen, wie die Welt aussehen wird, wenn ein dezentrales Register die Basis des Internets der Zukunft darstellt. Zum Beispiel: Wer richtet diese Dinge ein? Wer ist verantwortlich? Es wird viel über diese Idee der Verantwortlichkeit diskutiert. Meiner Ansicht nach ist das wirklich cool.“
Sie müssen nicht als Vollzeitstudent an einer Elite-Universität eingeschrieben sein, um etwas über Krypto zu erfahren. Die Sloan School of Management des MIT bietet sechswöchige Onlinekurse für Berufstätige an, und die University of California, Berkeley bietet einen ähnlichen Onlinekurs mit dem Titel „Grundlagen der Blockchain“ über die Online-Lernplattform edX (die auch von der LINUX-Stiftung erstellte Kurse zum Thema anbietet) an. Auch andere Websites, wie Udemy, Coursera und Udacity, bieten eine Reihe von Kursen an, einschließlich ein Nanoabschluss-Programm von Udacity mit dem Titel „Become a Blockchain Developer“ (Blockchain-Entwickler werden), die von Experten aus dem Bereich unterrichtet werden. Oder auch der Kurs „Fintech Specialization“ (Spezialisierung Fintech) von Coursera, der von Professoren der Wharton School of Business der University of Pennsylvania erstellt wurde und unterrichtet wird.
Ob wir nun über Informatik-Absolventen sprechen, die ein neues Blockchain-basiertes Internet bauen wollen, oder über BWL-Absolventen, die modernste Lieferkettentechnologien zu verstehen suchen, eine Sache vereint sie alle: der Wunsch, nach Abschluss ihres Studiums in einem aufregenden neuen Gebiet etwas zu bewirken.

„Es gibt viele Möglichkeiten für Studenten, nach dem Studium in diese Branche einzusteigen und dort mit die Führung zu übernehmen“, führt der Cornell-Blockchain-Mitbegründer und kürzliche Absolvent Ferrera an. „Wenn man zu einer großen Bank oder einer der traditionellen Unternehmensberatungsfirmen geht, weiß man schon vorher ungefähr, was einen erwartet. Mit Krypto hat man die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und die Führung zu übernehmen.“
Besuchen Sie uns auf www.coinbase.com/careers, um mehr über offene Stellen bei Coinbase zu erfahren.
Eine Anmerkung zur Methodik
Am Anfang schauten wir uns die Top-50-Universitäten entsprechend dem Ranking des U.S. News und World Report: Best Global Universities 2019 an. Coinbase zählte die Anzahl der verschiedenen Kurse, die 2019 angeboten wurden, die Teile zur Blockchain, zu Bitcoin oder Kryptowährung enthielten. Dabei untersuchten wir die öffentlichen Kursaufstellungen der Universitäten (+1 für jeden einzelnen Kurs). Zusätzlich bezogen wir drei weitere Kriterien ein: die Häufigkeit der Forschungszitate zu Kryptowährung und Blockchain jeder Universität (maximal +5, wobei die restlichen proportional gewichtet wurden) und ob eine Universität ein offizielles Krypto-/Blockchain-Forschungsinstitut (+3) bzw. einen entsprechenden Studentenklub (+1) ihr Eigen nennt. Wir kombinierten diese drei Kriterien und erstellten auf dieser Basis die „Coinbase-Liste der führenden Einrichtungen in der Krypto-Ausbildung 2019“. Um die Einstellungen der Studenten zu Krypto zu bewerten, gab Coinbase bei Qriously eine Studie in Auftrag, die 735 US-Studenten ab 16 Jahren befragen sollte. Die befragte Gesamtpopulation bestand aus 6.011 Befragten ab 16 Jahren.
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