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Der Bitcoin-Preis diese Woche: 17.-22. Feb.

Veröffentlicht am 22. Februar 2021

Im großen Maßstab

In einer ereignisreichen Woche überschritt Bitcoins Marktkapitalisierung erstmalig die Grenze von 1 Billion USD. Wir erlebten ebenso einen weiteren neuen Höchstkurs (die Preise erreichten knapp über 58.000 USD am 21. Februar) und beobachteten die Rückkehr der Volatilität am Ende der Woche. Was war geschehen?

Zuerst die gute Nachricht: Nordamerika hat endlich einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (auch ETF genannt), wenn auch nur in Kanada. (Die Händler hoffen, dass diese Fondsauflegung die Genehmigung eines ähnlichen Fonds in den USA wahrscheinlicher macht.) Es wurden weitere Nachrichten über die fortschreitende Bitcoin-Akzeptanz der großen Institutionen veröffentlicht, wobei JP Morgan einen Bericht herausbrachte, der mit den Worten schloss: „Bitcoin ist da und wird auch nicht wieder gehen“. 

Und die weniger guten Nachrichten? Zwei Aussagen vom 22. Februar. Finanzministerin Janet Yellen warnte, dass Bitcoin eine „extrem ineffiziente“ Art und Weise zur Durchführung von Transaktionen darstellen würde. Und am Morgen des gleichen Tages twitterte der Tesla-Gründer und CEO Elon Musk, dass die Bitcoin-Preise „hoch erschienen“. (Der jüngste Preisanstieg wurde teilweise durch Teslas kürzliche Investition von 1,5 Milliarden USD in Bitcoin ausgelöst.)

Bitcoin wird oft mit Gold verglichen, da seine Liquidität, wie Bloomberg heute anmerkte, viel beschränkter bleibt. Tatsächlich bedeutet dieses beschränkte Volumen, dass Bitcoin sprunghafte Preisbewegungen in Reaktion auf Signale durchmachen kann, die gemeinhin als positiv (Teslas Investition) oder weniger positiv (nach Musks Tweet, nach welchem die Preise kurzfristig um 10 Prozent fielen) angesehen werden.

Kernpunkte

  • Die historischen Finanzunternehmen, einschließlich Morgan Stanley und die Bank of New York Mellon Corp (die älteste Bank der USA), haben ihre Bitcoin-Pläne enthüllt – und haben in den Worten des Wall Street Journal damit signalisiert, dass es eine „breitere Akzeptanz der einst am Rande stehenden digitalen Währung“ unter den traditionellen Finanzriesen gibt.

  • Der neue kanadische Purpose Bitcoin ETF, der erste Bitcoin-ETF Nordamerikas, erzielte gleich zu Anfang – in den ersten zwei Handelstagen – ein Volumen von 400 Millionen USD. Über ETFs können Anleger ein Engagement in Assets wie Gold oder BTC eingehen, ohne dass sie diese selbst halten müssen. „Wenn ein Bitcoin-ETF endlich in den USA zugelassen wird, könnte das Wachstum explosiv werden“, berichtet Bloomberg. 

  • In einem Hinweis an ihre Kunden deutete die Bank JP Morgan auf die Beliebtheit von Bitcoin unter den Anlegern der Millenial-Generation und zog das Fazit, dass die Kryptowährung „hier ist und hier bleiben wird“.

  • Jeffrey Gundlach, der Chef von DoubleLine Capital LP und lange Zeit Verfechter von Anlagen in Gold, hält Bitcoin jetzt für die bessere Anlage – ungeachtet dessen, dass Gold in Zeiten steigender Inflation den Ruf eines sicheren Hafens hat. Bisher tendierte der Goldpreis in diesem Jahr abwärts, während der Bitcoin-Preis gestiegen ist. „Bitcoin könnte das ‚Stimulus-Asset‘ sein“, war Gundlachs abschließende Bemerkung. „Gold jedenfalls scheint es nicht zu sein.“

Im Fokus: Elon Musk zu Teslas Bitcoin-Strategie

Tesla fügte am 8. Februar 1,5 Milliarden USD in Bitcoin zu seiner Unternehmenskasse hinzu und in den letzten Tagen hat CEO Elon Musk damit begonnen, die Bitcoin-Strategie des Unternehmens in einer Reihe von Tweets zu erklären. In seinem typischen unkonventionellen Stil merkte Musk an, dass dieser Schritt zu einem Zeitpunkt Sinn ergeben würde, da die Zinsen auf einem derart niedrigen Niveau wären. „Einige Bitcoin halten, was einfach eine weniger dämliche Form von Liquidität ist als Geld, ist abenteuerlich genug für ein S&P 500-Unternehmen“, erklärte er. „Doch wenn die Fiat-Währung einen negativen Zinssatz aufweist, dann suchen nur Narren nicht nach anderen Möglichkeiten.“